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Urkundeninschriften und Urkunden imitierende Inschriften. Gestaltungsformen und Gestaltungsmöglichkeiten

  • Franz-Albrecht Bornschlegel
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Die Urkunde
Ein Kapitel aus dem Buch Die Urkunde

Zusammenfassung

In der Mehrzahl epigraphischer ebenso wie diplomatischer Studien, die sich mit den Beziehungen zwischen den Schrifttypen in Handschriften, Urkunden und Inschriften befassen, spielen Auszeichnungsschriften und Buchschriften eine zentrale Rolle. Die graphischen Beziehungen zwischen Inschriften und dokumentarischer Überlieferung wurden hingegen bislang kaum bearbeitet. Lassen sich für den Einfluss der Inschriften auf Urkunden noch einige Studien mit reichlichen Beispielen benennen, so wird im weit selteneren, umgekehrten Fall meist nur die steinerne Urkunde für Papst Gregor XI. in San Giovanni in Laterano von 1371 angeführt. Der folgende Beitrag versucht, graphischen und paläographischen Merkmalen von Urkunden im epigrapischen Medium, vorrangig aus dem deutschsprachigen Raum, nachzugehen und auch vereinzelte Stellungnahmen zu den betreffenden Objekten zur Diskussion zu stellen. Das infrage kommende inschriftliche Material, welches vom 7. bis ins 17. Jahrhundert reicht, ist gleichwohl überschaubar.

Zusammenfassung

In der Mehrzahl epigraphischer ebenso wie diplomatischer Studien, die sich mit den Beziehungen zwischen den Schrifttypen in Handschriften, Urkunden und Inschriften befassen, spielen Auszeichnungsschriften und Buchschriften eine zentrale Rolle. Die graphischen Beziehungen zwischen Inschriften und dokumentarischer Überlieferung wurden hingegen bislang kaum bearbeitet. Lassen sich für den Einfluss der Inschriften auf Urkunden noch einige Studien mit reichlichen Beispielen benennen, so wird im weit selteneren, umgekehrten Fall meist nur die steinerne Urkunde für Papst Gregor XI. in San Giovanni in Laterano von 1371 angeführt. Der folgende Beitrag versucht, graphischen und paläographischen Merkmalen von Urkunden im epigrapischen Medium, vorrangig aus dem deutschsprachigen Raum, nachzugehen und auch vereinzelte Stellungnahmen zu den betreffenden Objekten zur Diskussion zu stellen. Das infrage kommende inschriftliche Material, welches vom 7. bis ins 17. Jahrhundert reicht, ist gleichwohl überschaubar.

Kapitel in diesem Buch

  1. Frontmatter I
  2. Vorwort V
  3. Inhalt VII
  4. Die Urkunde. Text ‒ Bild ‒ Objekt. Eine Einführung 1
  5. Teil 1: Urkunden als Quellen und als Rechtsmittel
  6. Jüdisches Urkundenwesen und christliche Obrigkeiten im spätmittelalterlichen Österreich 19
  7. Datamining in Urkunden 41
  8. Mit brief und insigel. Reflexe von Beglaubigungsstrategien in mittelhochdeutschen Romanen 99
  9. Papstbriefe und Papsturkunden. Abgrenzungen und Überschneidungen im früheren Mittelalter 125
  10. Die ‚Privaturkunde‘ im persisch-islamischen Kultur- und Rechtsbereich. Herausforderungen einer komparatistischen Diplomatik 141
  11. Teil 2: Urkunden als Schriftbilder zwischen Recht und Repräsentation
  12. Das Erscheinungsbild tibetischsprachiger Herrscherurkunden. Strategien zur Erzeugung von Feierlichkeit 163
  13. Die sichtbare Macht. Visuelle Signale im Rahmen der kaiserlichen Privilegienurkunde in Byzanz 183
  14. Graphische Symbole in Bischofsurkunden des hohen Mittelalters 199
  15. „Same same but different“. Die Werkstatt der Avignoner Bischofsammelindulgenzen 233
  16. Illuminierte Urkunden. Bildmedium und Performanz 259
  17. Teil 3: Der Medienwechsel. Urkunden in Kopiaren und auf Stein
  18. Urkundeninschriften und Urkunden imitierende Inschriften. Gestaltungsformen und Gestaltungsmöglichkeiten 331
  19. Originale, imitierende Kopien, Fälschungen. Die Nutzung und Sicherung mittelalterlicher Herrscherurkunden durch geistliche Empfänger Italiens (10.‒12. Jahrhundert) 363
  20. Visuelle Rechtsordnung und Herrschaftslegitimation in katalanischen Libri feudorum und Capbreus 383
  21. Register 419
Heruntergeladen am 29.11.2025 von https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/9783110649970-012/html
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